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Projektbeschreibung

In interdisziplinärer Kooperation und unter Beteiligung internationaler Partner soll ein Interfacekonzept entwickelt werden, um eine einfache und leicht handhabbare Interaktion in einem multidimensionalen Datenraum zu ermöglichen. Unter multidimensional ist in erster Linie die Einbindung zeitlicher Zusammenhänge in die räumliche Präsentation der Daten zu verstehen. Darüber hinaus können Such- oder Auswahlkriterien, welche von selektierten räumlichen Objekten abhängen und unterschiedliche Datenkonstellationen ergeben, als zusätzliche Dimensionen verstanden werden.

Das zu entwickelnde Interface soll zur Visualisierung komplexer Systeme und Datenmengen dienen und grundsätzlich in verschiedenen Anwendungsbereichen (Bau/Prozessplanung, Kraftwerks– und Anlagenbau, Digital Factories, etc.) Verwendung finden. Grundlagen der Entwicklung sind die 3D-Technologien wie stereoskopische, also tatsächlich räumliche Echtzeitdarstellung und das Positionstracking (das Aufzeichnen von Bewegungen des Menschen im Raum). Durch die 3D-Darstellung wird das Erfassen grosser Datenmengen und deren Strukturen erheblich erleichtert; das Positionstracking ermöglicht ein intuitives Interagieren im Datenraum.

Im Wesentlichen ergeben sich hieraus folgende Aufgabenfelder

Die Gestaltung räumlicher Repräsentationen von Daten und Strukturen
Die Integration von Softwarefunktionen in die 3D-Umgebung (beispielsweise 3D-Auswahlmenüs in Form von Interfaceobjekten als räumliches Äquivalent zu 2D-Menüs)
Die Entwicklung geeigneter Eingabegeräte und deren Funktionsweisen
Der Mehrwert für den Nutzer besteht darin, dass er in einem VE auf einen Blick die komplexen Zusammenhänge von Prozessen schnell und umfänglich erfassen kann. Darüber hinaus kann er auch direkt im Datenraum agieren, wodurch überhaupt erst praktisches Arbeiten am anschaulichen 3D-Modell möglich wird. Das neue Interface zeichnet sich durch ein hohes Mass an Konsistenz aus, da das 3D-Modell gleichzeitig Repräsentation der Prozesse und Interface für die Software ist. Diese ist quasi in das 3D-Modell integriert, wodurch ihre Benutzung einfach und nachvollziehbar wird.

Die Arbeiten werden in enger Kooperation zwischen der Fachgruppe für Interface Design der FHA Gestaltung & Kunst und dem AEC–II durchgeführt, wobei beide ihre Hochschul– und Industriepartner mit einbeziehen; für die Entwicklung oder als mögliche Anwender und Abnehmer.

Projektbeteiligte

Projektleitung

  • Mario Doulis

Projektteam

  • Manfred Breit
  • Manfred Vogel
  • Marco Rietmann
  • Jan Pflüger
  • Ruedi Müller