Spatial Interface

Wahrnehmungsfelder und Gestaltungsansätze im Virtuellen Raum

Die Virtualisierung beschreibt die Beziehung zweier unterschiedlich beschaffener Räume, die sich gegenseitig beeinflussen, determinieren und vermeintlich gesicherte Raumqualitäten in Frage stellen. Der virtuelle Raum artikuliert sich dabei über eine Schnittstelle, einen liminalen Ort, der als 3D User Interface bezeichnet wird.

Daran anknüpfend folgen wir der Frage, welche räumlichen Qualitäten über dieses Interface vermittelt werden. Wir untersuchen, welche Rezeptionsmodalitäten durch neue Interaktionsformen geschaffen werden. Dies führt uns zu einer Modellvorstellung, die das Interface weniger als Stelle oder konkreten Ort, sondern vielmehr als konstituierende Dimension begreift. Es beschreibt das Interface als Wahrnehmungskonstrukt, welches die Parameter Raum, Ort, Technologie und Erfahrung miteinander verknüpft und damit einen erweiterten Bezugsrahmen öffnet.

Dieses Konzept fassen wir unter dem Begriff des „Spatial Interface“. Es erlaubt uns die vertiefte Betrachtung gestaltungsrelevanter Untersuchungsfelder und die Entwicklung nutzerorientierter Handlungsstrategien im Bereich der angewandten Forschung.

  • Doulis, M., Agotai, D., Wyss, H. (2009), „Spatial Interface, Wahrnehmungsfelder und Gestaltungsansätze im Virtuellen Raum“, in: Bogen, M., Kuck, R., Schröter, J. (Hg.), Virtuelle Welten als Basistechnologie für Kunst und Kultur? Eine Bestandesaufnahme, Bielefeld, S. 55–65. >>
    Erschienen im Rahmen der Schriftenreihe Medienumbrüche >>
  • „Spatial Interface, Design Strategies for the Development of Human Computer Interaction“, peer reviewed paper, Multipleways ’09, Swiss Design Network Symposium, 12 - 13 November 2009 (to appear)

Projektteam

  • Prof. Mario Doulis
  • Dr. Doris Agotai
  • Hans Peter Wyss