Industry Foundation Classes für die C3dQ Softwareplattform
Die Firma Consolidated Constructors Company aus Athen entwickelt und vertreibt unter dem Namen C3dQ („see 3D and query“ = „schaue auf das 3D Baumodell und stelle Fragen“) eine Softwareplattform, die intuitive Werkszeuge für das virtuelle Planen, Bauen und Nutzen bereitstellt und u.a. 4D Modelle für die Unterstützung von Entscheidungsprozessen und Controlling Werkzeuge für das Material- und Resourcenmanagement.
Das i4Ds wurde beauftragt eine Schnittstelle zu den Industry Foundation Classes (IFC) zu entwickeln.
Ausgangslage
Die Industrieallianz für Interoperabilität e.V. – (IAI) gründete sich 1995 mit dem Ziel, ein Basismodell - die Industry Foundation Classes – (IFC) - für die modellbasierte Arbeitsweise im Bauwesen zu entwickeln, um die Vision einer durchgängigen Datenkommunikation im gesamten Bauwesen verwirklichen zu können. Die IAI ist ein Zusammenschluss von 650 Unternehmen der Baubranche und Universtitätsinstituten in 22 Ländern. Mit dem IFC Standard (ISO 16739) soll ein redundanzfreies computerbasiertes Arbeiten an einem einzigen, von allen gemeinsam genutzten und gepflegten Gebäudemodell über die gesamten Lebenszyklus der Bauwerke wie Planung, Bau, Betrieb und Abbruch ermöglicht werden.
Typischerweise werden in einem IFC-Modell folgende Informationen eines Bauwerks abgelegt, die dann mit Softwaretools wie z.B. CAD Systeme, CAE Berechnungsprograme gelesen, modifiziert, erweitert und wieder ausgegeben werden können:
- 3D Geometrien der Gebäude
- Bauelemente wie Wände, Decken, Türen etc. und deren Attribute
- Prozess-, Projekt-, Planungsdaten, Kosten
- Elemente der Haustechnik wie Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär, Elektroinstallationen etc.
- Beziehungen zwischen den verschiedenen Elementen, Analysen, Akteuren und Organisationen etc.
Ein IFC-Modell wächst also im Laufe der Bearbeitung durch die verschiedenen Leistungsträger im Bauwesen und enthält im Laufe der Zeit mehr und präzisere Informationen.
Die Softwareplattform C3dQ benötigt die IFC-Schnittstelle als weitere Möglichkeit um mit den am Bau Beteiligten zu kommunizieren und später auch ihre Leistungen in das Bauinformationsmodell via IFC zu integrieren.
Projektziele
- Einlesen von IFC Dateien (Geometrien, Strukturen, Beziehungen und Attributsdaten) und Konvertierung in das Objekt Modell von C3dQ.
- Anpassen und Erweitern von C3dQ um zusätzliche IFC Informationen abbilden zu können.
Lösungsansatz
- Entwicklung eines Parsers für die EXPRESS Modellierungssprache um für jede IFC Entität eine Java Klasse zu generieren.
- Entwicklung eines Parsers für das Clear Text Format, welches für IFC Dateien benutzt wird.
- Mapping der IFC Daten ins Objektmodell von C3dQ.
Projektbeteiligte
Leitung
- Prof. Dr. Manfred Breit
Projektteam
- Markus Benz
- Samuel Gerber
Partner


